Fertigungseinstellungen für Einzelmaterialien

Die Fertigungseinstellungen für Einzelmaterialien umfassen vor allem die Konfiguration von Passungskorrekturen sowie Schlichtwiederholungen für bestimmte Anwendungsbereiche.

Passungskorrektur allgemein

Die Größe von Passungen müssen oft an das Material angepasst werden, da die einzelnen Materialien unterschiedlich auf die maschinelle Bearbeitung durch das Werkzeug reagieren. Mit diesen Passungskorrekturen weiten oder verengen Sie die einzelnen Passungen materialbezogen, um eine optimale Fertigung sicherzustellen. Wenn Sie die Passungen in dentalcam korrigieren, müssen Sie dies zudem nicht mehr in Ihrem CAD-Programm tun.

Je niedriger der Wert, desto weniger Material wird entfernt und desto enger wird die Passung. Je höher der Wert, desto mehr Material wird entfernt und desto weiter wird die Passung.

Passungen korrigieren Sie für folgende Anwendungsbereiche:

  • Kavitäten

  • Inlays / Onlays

  • Veneers

  • Bohrungen

Passungskorrektur für Verdrehsicherung

Für Bohrungen gibt es die Einstellung Passungskorrektur für Verdrehsicherung.

Damit bestimmen Sie den Durchmesser von Verdrehsicherungen bei Abutments. Je niedriger der Wert, desto weniger Material wird entfernt und desto enger wird die Verdrehsicherung. Je höher der Wert, desto mehr Material wird entfernt und desto breiter wird die Verdrehsicherung.

Abutment mit Verdrehsicherung (orange markiert)

Sie müssen das optionale Werkzeug x060-Rx in der übergeordneten Materialgruppe für den Anwendungsbereich Bohrungen aktivieren, da diese Einstellung ansonsten keine Wirkung hat. Der genaue Werkzeug-Matchcode hängt von der Materiallgruppe ab.

Beispiel für Titan Grad 5: M060-R2.

Schlichtwiederholungen für Bohrungen

Mit dieser Einstellung bestimmen Sie, wie oft der Schlichtvorgang für Bohrungen wiederholt wird.

Eine höhere Zahl resultiert in einer höheren Präzision, aber auch in einer längeren Bearbeitungszeit.

Besonders wichtig ist diese Einstellung für implantatgetragene Objekte: Bei der Herstellung dieser Objekte wie etwa Abutments muss die Bohrung, in die der Titanstift eingeführt wird, für eine hohe Passgenauigkeit mit einer hohen Präzision gefertigt werden.

Schlichtwiederholungen für Verdrehsicherung

Für Bohrungen gibt es die Einstellung Schlichtwiederholung für Verdrehsicherung.

Mit dieser Einstellung bestimmen Sie, wie oft der Schlichtvorgang für Verdrehsicherungen wiederholt wird.

Eine höhere Zahl resultiert in einer höheren Präzision, aber auch in einer längeren Bearbeitungszeit.

Bei Abutments muss die Verdrehsicherung für eine hohe Passgenauigkeit mit hoher Präzision gefertigt werden

Sie müssen das optionale Werkzeug x060-Rx in der übergeordneten Materialgruppe für den Anwendungsbereich Bohrungen aktivieren, da diese Einstellung ansonsten keine Wirkung hat. Der genaue Werkzeug-Matchcode hängt von der Materiallgruppe ab.

Beispiel für Titan Grad 5: M060-R2.

Schlichtwiederholungen für Sekundärkronen

Diese Einstellung gibt es bei folgenden Einzelmaterialien im Bereich Kavitäten:

  • CoCr in der Materialgruppe CoCr

  • Titan Grad x in den Materialgruppen Titan Grad x

Mit dieser Einstellung bestimmen Sie, wie oft der Schlichtvorgang für Kavitäten in Sekundärkronen wiederholt wird.

Eine höhere Zahl resultiert in einer höheren Präzision, aber auch in einer längeren Bearbeitungszeit.

Spezielles Schlichtwerkzeug für Sekundärkronen verwenden

Diese Einstellung gibt es bei folgenden Einzelmaterialien im Bereich Kavitäten:

  • CoCr in der Materialgruppe CoCr

  • Titan Grad x in den Materialgruppen Titan Grad x

dentalcam kann ein Spezialwerkzeug für das Schlichten von Kavitäten in Sekundärkronen verwenden:

  • M100-R2-35-C

Werkzeuge mit und ohne dem Zusatz -C bezeichnen denselben physischen Werkzeugtyp. Die beiden Versionen existieren, da sie aufgrund Ihrer Verwendung unterschiedliche Standzeiten aufweisen.

Das Spezialwerkzeug kann die Werkzeugstandzeit sowie die Qualität erhöhen.

Stegwandstärke für vorgefertigte Abutments

Über diese Einstellung bestimmen Sie die Wandstärke des Verbindungsstegs für vorgefertigte Abutments. Eine höhere Wandstärke führt zu stabileren Stegen, aber auch zu mehr manueller Nacharbeit.

Versatz des geschützen Bereichs der Anschlussgeometrie

dentalcam legt um die Anschlussgeometrie von vorgefertigten Abutments einen Schutzraum, den das Werkzeug nicht antastet. Dadurch kann Restmaterial übrig bleiben. Über diese Einstellung bestimmen Sie den Abstand zwischen Anschlussgeometrie und der Grenze des Schutzraums.

Je kleiner der Schutzraum, desto geringer ist die mögliche manuelle Nacharbeit, desto geringer ist aber auch die Prozesssicherheit.